Kategorie: SEO & Marketing

Zielgruppenansprache im Online-Marketing: Milieuwelten

Kennen Sie Ihre Kunden? Das renommierte Sinus-Institut analysiert Zielgruppen nach Lebenswelten, Konsumpräferenzen und Einstellungen. Diese sogenannten Sinus-Milieus können Sie auch für Ihr Online-Marketing nutzen, denn sie haben unterschiedliche Online-Gewohnheiten, Wünsche und Vorstellungen. So erreichen Sie mit der richtigen Ansprache und dem passenden Webdesign Ihre Kunden.

Was sind Sinus-Milieus und welche gibt es?

Die Sinus-Milieus sind ein Modell zur Zielgruppensegmentierung, das Menschen nach ihrer sozialen Lage und Grundorientierung in Gruppen Gleichgesinnter einteilt. Das aktuelle Modell für Deutschland (Stand 2021) umfasst zehn Milieus. Hier ist eine Kurzbeschreibung jedes Milieus, auf Basis der Beschreibungen des Sinus-Instituts. Die Beschreibungen sind sogenannte Idealtypen, teils auch bewusst überzogen beschrieben. Also eine Art Schablone, in die natürlich niemand perfekt hineinpasst. Aber um eine grundsätzliche Idee der Zielgruppe zu entwickeln, helfen diese Schablonen und auch die Zuspitzungen und Übertreibungen enorm. Zusätzlich dazu habe ich einen typischen Vertreter des Milieus erfunden, um ein konkreteres Bild vermitteln zu können.

Konservativ-Etablierte

  • Soziale Lage: Oberschicht/Mittlere Mittelschicht
  • Grundorientierung: Tradition, Statusbewusstsein
  • Beschreibung: Diese Gruppe repräsentiert das klassische Establishment. Sie legen Wert auf Ordnung, Balance und gesellschaftliche Verantwortung. Mit hohem Einkommen und Bildung fühlen sie sich als gesellschaftliche „Führer“ und pflegen einen gehobenen Lebensstil.
  • Wichtigstes Statussymbol: Exklusive Mitgliedschaften und Kontakte
  • Digitalverhalten: Selektiv

Dr. Werner Müller, 52, leitet das Familienunternehmen in dritter Generation. Seine Kinder bekleiden nach einem Studium im Ausland höhere Positionen im Unternehmen. Herrn Müllers Hobbys sind Golf, Opernbesuche und ehrenamtliches Engagement im Lions Club. Er nutzt LinkedIn für berufliche Kontakte, liest digitale Ausgaben von FAZ und Zeit, vermeidet soziale Medien wie Instagram, kauft gezielt bei hochwertigen Online-Shops.

Postmaterielle

  • Soziale Lage: Obere Mittelschicht/Oberschicht
  • Grundorientierung: Neuorientierung, Nachhaltigkeit
  • Beschreibung: Hohes Bildungsniveau, liberale Weltsicht. Status ist weniger wichtig. Sie sind wertebewusst, setzen auf Nachhaltigkeit und Diversität als soziale Normen und engagieren sich für gesellschaftlichen Fortschritt.
  • Wichtigstes Statussymbol: Work-Life-Balance, Bio-Zucchini vom Wochenmarkt
  • Digitalverhalten: Selektiv

Clara Bergmann, 38, hat Umweltwissenschaften studiert und arbeitet als freiberufliche Nachhaltigkeitsberaterin. Work-Life-Balance ist ihr besonders wichtig. In ihrer Freizeit liest sie politische Sachbücher, macht Yoga und hat ein Urban Gardening Projekt gestartet. Sie folgt nachhaltigen Blogs, engagiert sich in Foren zum Klimaschutz, nutzt Plattformen wie GoodOnYou für ethischen Konsum, meidet reißerische Plattformen wie X.

Performer

  • Soziale Lage: Oberschicht
  • Grundorientierung: Modernisierung, Individualisierung
  • Beschreibung: Leistungsorientiert und effizienzgetrieben, mit hohem Einkommen und Fokus auf Karriere. Sie sind wettbewerbsorientiert, sehr digital affin, haben wenig Zeit für Familie, aber einen Hang zu exklusivem Konsum.
  • Wichtigstes Statussymbol: Das neueste iPhone
  • Digitalverhalten: Versiert

Lukas Schneider, 41, ist Investmentbanker. Er hat BWL an einer Universität studiert, macht regelmäßig an Triathlons mit, geht auf Networking-Events und mit Freunden zu Whisky-Tastings. Er bucht Luxusreisen online, steuert sein Smart Home per App und hat mehrere Monitore für Multitasking.

Expeditive

  • Soziale Lage: Obere Mittelschicht/Oberschicht
  • Grundorientierung: Individualisierung, Kreativität
  • Beschreibung: Kreativ, individualistisch und weltoffen. Sie reisen viel, nutzen das Internet intensiv und legen Wert auf Selbstbestimmung. Ihr Lebensstil ist dynamisch und von kultureller Offenheit geprägt.
  • Wichtigstes Statussymbol: Reisen in exotische Länder und avantgardistische Kunst
  • Digitalverhalten: Explorativ

Mia Hoffmann ist 29 und freie Grafikdesignerin. Sie hat an einer Kunsthochschule studiert und liebt Reisen (Backpacking), Fotografie und Improvisationstheater. Sie teilt Reiseberichte auf Instagram, entdeckt neue Tools auf Behance, streamt internationale Serien und tauscht sich in globalen Kreativ-Communities aus.

Neo-Ökologische

  • Soziale Lage: Mittlere bis obere Mittelschicht
  • Grundorientierung: Neuorientierung, Postwachstum
  • Beschreibung: Ein neues Milieu, das Transformation vorantreibt. Sie kombinieren Pragmatismus mit Progressivität, setzen auf globale Vernetzung, sozialen Mehrwert und Nachhaltigkeit, sind aber auch partyfreudig und experimentierfreudig.
  • Wichtigstes Statussymbol: Trendig kombinierte Second-Hand-Kleidung
  • Digitalverhalten: Explorativ

Jonas Fischer, 27, hat Kommunikationswissenschaften studiert und arbeitet als Social-Media-Manager bei einer NGO. Seine Hobbys sind Upcycling und Electro-Festivals. Er postet Klimaschutz-Kampagnen auf TikTok, tauscht sich in Reddit-Foren über Postwachstum aus, sucht nach Zero-Waste-Shops, liebt Meme-Seiten.

Adaptiv-Pragmatische

  • Soziale Lage: Mittlere Mittelschicht
  • Grundorientierung: Modernisierung, Flexibilität
  • Beschreibung: Diese Gruppe hat sich ins Zentrum des Mainstreams verschoben. Sie sind anpassungsfähig, streben nach Sicherheit und Aufstieg und balancieren Leistung mit Lebensgenuss.
  • Wichtigstes Statussymbol: Thermomix
  • Digitalverhalten: Versiert

Anna Weber, 34, ist HR-Managerin. Sie hat Betriebswirtschaft an einer FH studiert. In ihrer Freizeit kocht sie gerne mit Freunden, geht ins Fitnessstudio und mag Städtereisen. Sie nutzt Xing für die Karriere, bestellt bei Zalando, plant Urlaube über Booking.com, folgt Influencern für Lifestyle-Tipps und hat smarte Haushaltsgeräte.

Konsum-Hedonisten

  • Soziale Lage: Untere Mittelschicht/Unterschicht
  • Grundorientierung: Individualisierung, Gegenwartsfokus
  • Beschreibung: Das größte Milieu, oft junge Menschen wie Schüler oder Berufsanfänger mit geringem Einkommen. Sie leben im Hier und Jetzt, geben Geld für Freizeit und Konsum aus und sind offen für Neues, aber zunehmend kritisch gegenüber übertriebenem Nachhaltigkeitsdruck.
  • Wichtigste Statussymbol: Teure Kleidung mit sichtbarem Markenlogo
  • Digitalverhalten: Spaßorientiert

Kevin Braun ist 19 und macht eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. In seiner Freizeit geht er gerne auf Parties oder zockt die neuesten Games. Außerdem hat er eine Sneaker-Sammlung. Er ist viel online, scrollt TikTok für Trends, streamt auf Twitch, kauft limitierte Sneaker auf StockX, chattet in Discord-Gruppen und hat keine Lust auf Nachhaltigkeits-Debatten.

Nostalgisch-Bürgerliche

  • Soziale Lage: Untere bis mittlere Mittelschicht
  • Grundorientierung: Tradition, Rückzug
  • Beschreibung: Früher Teil des Mainstreams, ziehen sie sich nun in eine systemkritische Nische zurück. Sie sehnen sich nach „früher“ und sind skeptisch gegenüber Modernisierung und Globalisierung.
  • Wichtigstes Statussymbol: Gepflegter Vorgarten mit Gartenzwerg
  • Digitalverhalten: Ambivalent

Karin Schuster ist 67 und Rentnerin. Die ehemalige Verwaltungsangestellte (Realschulabschluss)  liebt Gartenarbeit und Kaffeekränzchen und ist im Heimatverein aktiv. Sie nutzt WhatApp um mit ihren Kindern und Enkeln in Kontakt zu bleiben, misstraut Online-Shopping und fragt sich, was Influencer sind.

Traditionelle

  • Soziale Lage: Untere bis mittlere Mittelschicht
  • Grundorientierung: Tradition, Sicherheit
  • Beschreibung: Diese Gruppe schätzt Bewährtes und klare Strukturen. Sie orientieren sich an vertrauten Werten wie Familie, Gemeinschaft und Ordnung, sind jedoch oft skeptisch gegenüber schnellen Veränderungen und neuen Technologien. Ihr Lebensstil ist bodenständig, mit Fokus auf Stabilität und Verlässlichkeit.
  • Wichtigstes Statussymbol: VW Passat, Vorstandstätigkeit im Schützenverein
  • Digitalverhalten: Ambivalent

Hans Becker, 66, ist Rentner (Schreiner, Hauptschulabschluss) und geht gerne zum Angeln und zum Schützenverein. Am Sonntag muss es frisch gebackenen Kuchen geben. Er nutzt Facebook für lokale Gruppen, schaut Heimwerker Videos auf YouTube, vermeidet komplizierte Apps und ist skeptisch gegenüber Online-Banking.

Prekäre

  • Soziale Lage: Unterschicht
  • Grundorientierung: Überleben, Gegenwartsfokus
  • Beschreibung: Geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit und geringen Aufstiegschancen, leben sie im Hier und Jetzt. Sie konzentrieren sich auf unmittelbare Bedürfnisse, suchen kleine Freuden im Alltag und fühlen sich oft von der Gesellschaft abgehängt. Flexibilität ist ihre Stärke, doch langfristige Perspektiven fehlen.
  • Wichtigstes Statussymbol: Neues Smartphone, auch für die Kinder
  • Digitalverhalten: Bemüht

Jacqueline Müller, 24, hat keinen Schulabschluss und jobbt in einem Callcenter. In ihrer Freizeit trifft sich sich mit Freunden und schaut Netflix-Serien. Sie nutzt Instagram für Inspiration, sucht Schnäppchen auf Kleinanzeigen, hat Schwierigkeiten mit digitalen Behördenformularen und verschickt bevorzugt Sprachnachrichten über WhatsApp.

Die Richtige Marketingstrategie für Ihre Zielgruppe. So erreichen Sie die Milieus

Holen Sie Ihre Zielgruppe in ihrer Lebenswelt ab. Das gelingt Ihnen mit der richtigen Ansprache, den richtigen Kanälen und der passenden Konversion-Strategie. Die folgenden Empfehlungen basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien, sondern auf den Beschreibungen der Sinus-Milieus und ihren digitalen Verhaltensweisen, wie sie vom Sinus-Institut bereitgestellt werden und meiner persönlichen Erfahrung, gepaart mit sozialwissenschaftlichen Überlegungen. 

1. Konservativ-Etablierte

    Konservativ-Etablierte schätzen detaillierte Artikel, Whitepapers und Webinare; bevorzugen hochwertige Bilder und lange Texte. Die Werbebotschaften sollten seriös, traditionsbewusst und hochwertig sein. Sie schätzen gediegenen, hochwertigen Luxus, der als solcher nicht unbedingt erkennbar ist. Dabei sind sie nicht verschwenderisch.

    Beispielhafte Werbebotschaft: “Sie glauben, Sie kaufen eine neue Uhr – aber in Wirklichkeit gründen Sie eine neue Familientradition.”

    • Überzeugungsstrategie:
      • Betonung von Qualität, Tradition und Exklusivität (z. B. „handgefertigt“, „seit 1920“).
      • Darstellung von Statussymbolen und gesellschaftlicher Verantwortung (z. B. Produkte mit wohltätigem Zweck).
      • Authentische Testimonials von bekannten Persönlichkeiten oder Experten.
      • Seriosität und Diskretion in der Kommunikation, keine reißerischen Botschaften.
    • Konversionsmöglichkeiten:
      • Direkte Kaufoptionen auf vertrauenswürdigen, übersichtlichen Websites (z. B. mit klarer Preisangabe).
      • Beratungsanfragen über Formulare oder telefonische Kontakte für persönliche Betreuung.
      • Exklusive Angebote wie „Nur für Mitglieder“-Zugang oder zeitlich begrenzte Rabatte für Premium-Kunden.

    2. Postmaterielle

      Postmaterielle sind eher konsumkritisch, ethischer Konsum ist wichtig. Hochwertige Produkte, aber Aversion gegen Markenlogos. Sie schätzen ausführliche und sprachlich hochwertige Blogbeiträge, wissenschaftliche Studien und gut recherchierte Videos. Gesellschaftliche und politische Verantwortung spielen eine große Rolle, dem muss ein Produkt Rechnung tragen.

      Beispielhafte Werbebotschaft: “Unterstütze mit dem Kauf dieser in Handarbeit nachhaltig hergestellten Tasche ein Klimaprojekt in Uganda.” 

      • Überzeugungsstrategie:
        • Transparenz über Herkunft, Produktion und ökologischen Fußabdruck (z. B. CO₂-Neutralität).
        • Storytelling, das soziale und ökologische Wirkung betont (z. B. „Mit jedem Kauf ein Baum“).
        • Fokus auf Diversität und Inklusion in der Kampagne.
        • Authentische Influencer mit glaubwürdiger Wertehaltung (keine Mainstream-Stars).
      • Konversionsmöglichkeiten:
        • Einfacher Checkout auf nachhaltigen Marken-Websites mit klaren Siegeln (z. B. Fair Trade).
        • Abo-Modelle für regelmäßige Lieferungen (z. B. Öko-Boxen).
        • Spendenoptionen oder „Impact-Meter“, um den Beitrag des Kunden sichtbar zu machen.

      3. Performer

        Performer interessieren sich für Branchenberichte und Datenvisualisierungstools; bevorzugen Diagramme und detaillierte Texte. Sie sind sehr leistungsorientiert. Fokus auf Zeitersparnis, Karriereförderung, exklusiver Lifestyle.

        Beispielhafte Werbebotschaft: „Spare wertvolle Zeit mit unserem digitalen Tool, das deine Aufgaben automatisch organisiert und deine Produktivität steigert.“

        • Überzeugungsstrategie:
          • Fokus auf Innovation, Effizienz und Wettbewerbsvorteile (z. B. „Spare 20 % Zeit“).
          • Präsentation von Premium-Produkten als Investition in Erfolg (z. B. „Designed für Leader“).
          • Datengetriebene Argumente wie Statistiken oder ROI-Berechnungen.
          • Visuelle Exzellenz: Hochwertige Videos oder 3D-Visualisierungen.
        • Konversionsmöglichkeiten:
          • One-Click-Kauf für schnelle Entscheidungen auf optimierten Websites.
          • Personalisierte Demos oder Testphasen für Software/Produkte.
          • Finanzierungsoptionen für hochpreisige Produkte (z. B. Leasing für Luxusautos).

        4. Expeditive

          Sie sehen sich als postmoderne Elite, schätzen kreative Ausdrucksformen und unkonventionelle Erfahrungen. Wollen möglichst weit weg von allem was Mainstream ist. Sie lieben innovative Inhalte wie Trendberichte und interaktive Bilder; bevorzugen Videos und mittellange Texte. Du-Ansprache, keine Superlative, englische Trendausdrücke, echte Erfahrungsberichte, Texte grafisch strukturieren.

          Beispielhafte Werbebotschaft: “Wer bei diesem Event nicht dabei ist, hat etwas verpasst. Erlebe eine crazy Party, Fun, coole Leute und Chill-Out Areas. Lust auf eine epische Nacht? Dann hol dir jetzt dein Ticket!” 

          • Überzeugungsstrategie:
            • Betonung von Individualität und Einzigartigkeit (z. B. „Gestalte dein Produkt“).
            • Inspirierende Geschichten über Reisen, Kunst oder Selbstverwirklichung.
            • Zusammenarbeit mit kreativen Micro-Influencern, die authentisch wirken.
            • Multikulturelle Ansprache und globale Trends (z. B. „Weltweit im Trend“).
          • Konversionsmöglichkeiten:
            • Personalisierungs-Tools (z. B. Konfigurator für Produkte).
            • Schnelle Checkouts mit Optionen wie Apple Pay oder PayPal.
            • Community-Features wie Bewertungen oder „Teile dein Design“.

          5. Neo-Ökologische

            Diese Gruppe, die Transformation vorantreibt, schätzt Inhalte zu Zukunftstrends und Nachhaltigkeit, oft in mittellangen Artikeln oder Listen. Interaktive Karten und Gamification-Elemente wie Punkte für nachhaltige Aktionen sind besonders effektiv. Leitmotive sind Party und Protest. Nachhaltiger Lebensstil, aber keine Verzichtsideologie.

            Beispielhafte Werbebotschaft: „Nicht besitzen, sondern bewahren. Unsere Sneaker hinterlassen Spuren im Leben, nicht auf dem Planeten.“

            • Überzeugungsstrategie:
              • Fokus auf pragmatische Lösungen mit hohem Impact (z. B. „Nachhaltig ohne Verzicht“).
              • Humorvolle, moderne Kommunikation, die Nachhaltigkeit cool macht (z. B. Memes).
              • Kooperationen mit jungen, progressiven Influencern oder Start-ups.
              • Betonung von Gemeinschaft und Vernetzung (z. B. „Werde Teil der Bewegung“).
            • Konversionsmöglichkeiten:
              • Gamification wie „Impact-Punkte“ für Käufe oder Aktionen.
              • Schnelle Kaufoptionen mit nachhaltigen Bezahldiensten (z. B. Klarna Green).
              • Mitgliedschafts-Modelle für exklusive Community-Inhalte oder Events.

            6. Adaptiv-Pragmatische

              Moderne Mitte der Gesellschaft, trifft pragmatische Entscheidungen, sehr familienorientiert. Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig, kauft gerne was alle anderen haben. Praktisch und anpassungsfähig, mögen sie Inhalte wie How-to-Videos und Produktvergleiche. Schritt-für-Schritt-Bilder und mittellange Tutorials sprechen sie an, ebenso wie Vergleichstools, die Entscheidungen erleichtern.

              Beispielhafte Werbebotschaft: “Praktisch: Diese Smartwatch ist unser Testsieger. Sie passt sich flexibel deinem Alltag an.” 

              • Überzeugungsstrategie:
                • Fokus auf Preis-Leistungs-Verhältnis und Alltagstauglichkeit.
                • Präsentation von Produkten als Balance zwischen Genuss und Verantwortung.
                • Kundenbewertungen und „Bestseller“-Label für Vertrauen.
                • Angebote wie Rabattaktionen oder Bundle-Deals.
              • Konversionsmöglichkeiten:
                • Warenkorb-Optimierung mit klaren Rabattanzeigen.
                • Ratenkauf-Optionen für größere Anschaffungen.
                • Live-Chat-Support für schnelle Fragen während des Kaufprozesses.

              7. Konsum-Hedonisten

                Konsum-Hedonisten haben eine ausgeprägte Spaßorientierung, sparen ist nicht ihr Ding. In der Freizeit beginnt das echte Leben.

                Unterhaltung ist ihr Fokus, daher bevorzugen sie Videos, Memes und kurze, ansprechende Texte. Social-Media-Integration und Kommentarbereiche fördern ihr Engagement, während augenfällige Bilder und GIFs ihre Aufmerksamkeit gewinnen.

                Beispielhafte Werbebotschaft: “Your Life is Now. Lebe deinen Traum und buche jetzt All-Inklusive.”

                • Überzeugungsstrategie:
                  • Betonung von Spaß, Trends und sofortigem Genuss (z. B. „Hol dir den Look!“).
                  • Kooperationen mit Gaming- oder Lifestyle-Influencern.
                  • Zeitlich begrenzte Deals oder Hype-Kampagnen (z. B. „Nur heute!“).
                  • Visuelle, emotionale Ansprache statt langer Texte.
                • Konversionsmöglichkeiten:
                  • Schnellkauf-Buttons in Social-Media-Posts (z. B. Instagram Shopping).
                  • Mobile-optimierte Checkouts für impulsive Käufe.
                  • Gutschein-Codes für sofortige Rabatte.

                8. Nostalgisch-Bürgerliche

                  Skeptisch gegenüber Modernisierung, schätzen sie traditionelle Inhalte und vertraute Formate. Statische Bilder und kurze, leicht lesbare Texte sind ideal, ebenso wie einfache Navigation, die Sicherheit vermittelt.

                  Beispielhafte Werbebotschaft: “Ein Kirschkuchen wie damals bei Oma.”

                  • Überzeugungsstrategie:
                    • Betonung von Vertrauen, Heimatverbundenheit und „wie früher“.
                    • Einfache, klare Botschaften ohne moderne Buzzwords.
                    • Fokus auf Sicherheit und Langlebigkeit (z. B. „Für Generationen“).
                    • Testimonials von „echten Menschen“ statt Influencern.
                  • Konversionsmöglichkeiten:
                    • Einfache Bestellformulare mit klaren Anweisungen.
                    • Telefonische Bestelloption für ältere Zielgruppen.
                    • Nachnahme oder klassische Bezahlmethoden für Vertrauen.

                  9. Traditionelle

                    Mit Fokus auf Familie und Ordnung mögen sie familienorientierte Inhalte und praktische Ratschläge. Warme Bilder und einfache Texte sprechen sie an, ebenso wie druckbare Ressourcen, die Vertrauen schaffen.

                    Beispielhafte Werbebotschaft: „Verlässliche Werte auf vier Rädern. Für alle, die wissen, dass echte Qualität kein Verfallsdatum hat.“

                    • Überzeugungsstrategie:
                      • Fokus auf Bewährtes, Qualität und Familienwerte.
                      • Klare, unkomplizierte Botschaften ohne technische Begriffe.
                      • Angebote, die Stabilität und Verlässlichkeit betonen (z. B. Garantien).
                      • Lokale Bezüge, z. B. „Hergestellt in Deutschland“.
                    • Konversionsmöglichkeiten:
                      • Einfache Websites mit großen Schriften und klaren Buttons.
                      • Bestellhotline für direkten Kontakt.
                      • Kauf auf Rechnung für Vertrauen.

                    10. Prekäre

                      Ressourcenarm, aber digital interessiert. Infografiken und kurze, klare Texte sind ideal, ebenso wie Preisvergleichstools. Erfolgsgeschichten und Schnäppchenangebote.

                      Beispielhafte Werbebotschaft: “So günstig wie noch nie. Das hast du dir verdient.”

                      • Überzeugungsstrategie:
                        • Betonung von niedrigen Preisen und sofortigem Nutzen.
                        • Emotionale Ansprache, die kleine Freuden im Alltag hervorhebt.
                        • Kooperationen mit „Everyday“-Influencern, die nahbar wirken.
                        • Einfache Sprache und visuelle Erklärungen statt Fachjargon.
                      • Konversionsmöglichkeiten:
                        • Schnäppchen-Buttons wie „Jetzt für 9,99 €“.
                        • Mobile Zahlungen wie PayPal oder Klarna für Flexibilität.
                        • Second-Hand-Optionen oder Tauschplattformen für geringe 

                      Allgemeine Tipps:

                      • Personalisierung ist entscheidend: Nutze Datenanalyse, um Inhalte an die Milieus anzupassen (z. B. Retargeting basierend auf Suchverläufen).
                      • Mobile Optimierung ist für Milieus wie Konsum-Hedonisten, Expeditive und Neo-Ökologische essenziell, während Konservativ-Etablierte oder Traditionelle auch Desktop-freundliche Lösungen erwarten.
                      • Vertrauen schaffen: Besonders für Nostalgisch-Bürgerliche, Traditionelle und Präkär sind klare Rückgabebedingungen, einfache Prozesse und bekannte Zahlmethoden wichtig.

                      Ursprünge der Milieutheorie

                      Die Sinus-Milieus greifen Konzepte des französischen Soziologen Pierre Bourdieu auf. Dieser untersuchte in den 1970er Jahren in seinem Buch „Die feinen Unterschiede“, ganz grob beschrieben, wie sozialer Status und Geschmack zusammenhängen. Je nach ökonomischem Kapital, Bildung und sozialem Umfeld unterscheiden sich die Vorlieben, Geschmäcker und Einstellungen der Menschen teils erheblich. Diese Ideen wurden vom Sinus-Institut weiterentwickelt und verfeinert. Klar wird, dass die Milieus fluide sind, sich verändern, es Überschneidungen gibt und Personen sich auch zwischen den Milieus bewegen. Die Milieus sind also keine feste Größe, sondern vielmehr eine Orientierungshilfe, die ich hiermit versucht habe zu geben.

                      Ein guter SEO-Text ist eine äußerst günstige 24/7 Allround-Fachkraft für dein Business

                      Warum du auf einen guten SEO-Texte für dein Business setzen solltest:

                      • Er räumt dir dein Regal ein und zeichnet deine Waren aus – mittels Struktur, Keywords und detaillierten Beschreibungen wird klar, worum es geht.
                      • Er dekoriert dein Schaufenster so, dass die Leute stehen bleiben und in deinen Laden kommen – mittels passgenauer Kundenansprache, guter Lesbarkeit und optischer Aufmachung erzeugt er ein “hier bin ich richtig”-Gefühl.
                      • Er berät mit viel Einfühlungsvermögen deine Kunden, beantwortet ihre Fragen und schlägt ihnen das passende Produkt vor – mittels guter Textstruktur und Seitennavigation, persönlichem Stil und UX überzeugt er potentielle Kunden.

                      Und, das hört sich vielleicht unwichtig an, ist aber für jedes Business essentiell, denn sonst macht der Rest keinen Sinn:

                      • Er stellt den Wegweiser auf, damit potentielle Kunden überhaupt die Gasse mit deinem Laden finden – mittels Lesbarkeit für Suchmaschinen und Beachtung wichtiger SEO-Kriterien wird deinen Kunden deine Seite auch angezeigt.

                      Und das alles treu und mit ungebremstem Elan in einer einzigen 24/7-Schicht!